Hallo Fans im Westfaelischen und auch oestlichen Brandenburg! Heute ist Dreikoenigstag - da gibt's hierzulande die "Galettes des Rois", das ist ein flacher, fladenartiger Kuchen, gefuellt mit Apfelmus oder Marzipan, je nachdem. Das Typische daran sind aber die "fèves", die Bohnen drin! Wer in der Runde die Bohne erwischt, ist Koenig und muss ein Lied singen. Also mein heutiger Wunsch: Bloss nicht die Bohne erwischen! Scheinbar, in NRW und im Brandenburgischen kennt man diesen Brauch nicht - dafuer haben die Rheinlaender ihren Karneval, der scheinbar auch irgendwie mit dem Dreikoenigsfest zu tun hat. Und schon die alten Roemer hatten ja zum Jahresbeginn ihre "Saturnalen" - da wurde der "Saturnalicus princeps" gewaehlt - angeblich ein Sklave, der fuer einen Tag Befehle erteilen durfte. Aber aquaristisch und fischlich gedacht - "Saturnalicus princeps" klingt fast so wie eine neuentdeckte Fischart, evtl. sogar eine lebendgebaerende Art? Eben! Nicht die Bohne!!! - :lol: - Es wuenscht allen DGLZlern in Nord, Sued und Ost und West, ein frohes Dreikoenigsfest! Zephyr aus dem Sueden
Nicht die Bohne!
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Hallo Zephyr,
ein interessanter Brauch! Den Deutschen fällt nur Senf im Pfannkuchen ein...
In Berlin/Brandenburg ist heute normaler Arbeitstag!
Du singst, falls Du die Bohne erwischst, bestimmt von Rio Reiser "König von Deutschland...
Grüße an den Bohnenkönig!
Erich
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Hallo Zephyr,
ich habe noch etwas zur Geschichte mit der Bohne gefunden.
Im Schloss Königswusterhausen, südöstlich von Berlin - müsste Dir als geborenem Berliner als KW bekannt sein und hat noch S-Bahn-Anschluss - befindet sich ein von Friedrich Wilhelm I. eigenhändig gemaltes Gemälde “Der Bohnenkönig”.
Es gibt dazu spezielle Besichtigungen für Kinder. Wer anschließend in seinem Stück Kuchen eine Bohne findet, wird in der Zuckerbäckerei des Kavalierhauses gekrönt und darf seinen “Hofstaat” bestimmen.
Einen “Hofstaat” zu bestimmen, ist natürlich viel reizvoller, als singen zu müssen!
Friedrich Wilhelm I. wurde von einem Hugenotten erzogen, damit ist die Geschichte klar!
Es gibt eben nichts, was es nicht gibt im östlichen Brandenburg!
Gruß
Erich
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