Fish going to school - mit Michael Köck

  • Hallo Erich! Ich habe reingeguckt in Deine Post. Michael Koeck ist DGLZ-Member und schreibt fliessend englisch. Ich glaube, den Fisch kenne ich, es ist Xenotoca eiseni, wenn ich mich nicht irre. Im Text habe ich keine Artbezeichung gelesen - war eben auch alles englisch, und nach dem Fruehstueck wollte ich mir nicht mit zuviel Englisch den Kaffee versalzen. Die Art hatte ich schon einmal fuer einen Sommer im Gartenkuebel - als "Hochlandkaerpfling" vertraegt die Art Temperaturen zwischen 15 und 34 Grad Celsius. Meine Erfahrung. - Allerdings bin ich mehr als skeptisch - solche Arterhaltungsaktionen sind zwar lobenswert und erwecken kurzzeitig die Aufmerksamkeit eines interessierten Publikums, aber sind leider nicht von dauerhaftem Erfolg gekroent. Immerhin so ein "Projekt" ist fuer die beteiligten Schueler lehrreich und macht auf die Umweltprobleme aufmerksam. - Da Du ja an "alter Literatur" interessiert bist, darf ich Dich eventuell auf ein umwelt-oekonomisches Buch hinweisen, das in meinem Buchregal schon Staub angesetzt hat: "Natural Capital and Human Economic Survival", 1995, von Thomas Prugh, Robert Constanza et al. - hatte ich 1996 in Verbindung mit der Aquaristik begeistert gelesen! Ein Briefumschlag mit abgestempelter Sondermarke ist noch als Lesezeichen drin: "Schuetzt die tropischen Lebensraeume". Auch Briefmarkensammler sind an der Umweltproblematik interessiert! Es gruesst Zephyr

  • Hallo Zephyr,


    was diese "Arterhaltungsprogramme" angeht, gebe ich Dir völlig Recht!


    Die "Wildformen" in unseren Becken sind keine "wilden" Tiere mehr, sie sehen - bestenfalls - aber noch so aus.


    Zunächst muss auch die Ursache des drohenden Aussterbens analysiert und beseitigt werden, ansonsten ist jede "Auswilderei" nur "Aussetzen zum Sterben" und trägt schlimmsten Falls auch noch neue Erreger/Keime in bisher unbelastete Gebiete ein.


    Die Aquaristik - bzw. allgemein die Heimtierhaltung - versucht sich - meines Erachtens - damit ein "ökologisches" Deckmäntelchen umzuhängen.


    Das Aussterben von Arten ist ein völlig normaler und natürlicher Prozeß, genauso wie die Entstehung von Arten. Allerdings ist fast jedes heutige Aussterben vom Menschen zu verantworten. Gegen die Welle des Aussterbens, bzw. des Arealverlustes, durch den Klimawandel, können auch "Arterhaltungsprogramme" nichts bewirken. Wenn es zu warm ist, ist es zu warm!


    Danke für den Buchtipp, werde es mir einmal ansehen... aber könntest ruhig auch einmal etwas in unserer Muttersprache empfehlen!


    Gruß


    Erich

  • Hallo, lieber und hoch geschaetzter Erich! Also die Sache mit der "Muttersprache" wird immer schwieriger - denn selbst auch der Michael Koeck schreibt in englischer Sprache, und Du hast sowas hier im Forum als Lesestoff angeboten. "Muttersprachlich" zu empfehlender Lesestoff waere nach meiner Meinung David Quammen, "Der Gesang des Dodo", ein List Taschenbuch, aus dem Jahre 2004 - hat allerdings umfaengliche 972 Seiten und ist damit sicher vor allem als Lesestoff fuer Ruhestaendler gedacht - und sowieso ist's eine Uebersetzung aus dem Englischen. Sowas bekomme ich von meinen Soehnen zum Geburtstag geschenkt, damit ich nicht immer nur Fische im Kopf habe. Zum Thema Artensterben und Artenbildung wird man bei Quammen fuendig, keine Frage. Uebrigens, auch das noch, auch im Quammen-Buch finde ich eine Sonderbriefmarke als Lesezeichen, "Nationalpark Unteres Odertal" aus dem Jahre 2003. Aquariophilie und Philatelie muessen sich nicht ausschliessen - zuweilen findet man Fische sogar auf Briefmarken dargestellt - sowas fehlt mir noch in meiner "Sammlung" - vor allem eine Darstellung vom Guppy und von einem suedostasiatischem Susswasser-Halbschnaebler taete mir gefallen _ aber soweit bin ich noch nicht gekommen. :lol: Es gruesst Zephyr :lol:

  • Hallo Zephyr,


    ich finde auch viele Briefmarken in meinen Büchern, meist eingeklebt mit dem kompletten Schreiben.


    Die DDR hatte viele schöne Briefmarken, schon aus Devisengründen, daher vielleicht auch in vielen Markensätzen der fiese Sperrwert.


    Durch deutsche-deutsche Korrespondenz mit den Freunden und Kollegen in der DDR bin ich zu vielen schönen Briefen und Büchern gekommen. Da ich die mit den Guppy-Briefmarken nicht finde, hier zunächst ein Beispiel eines Briefes des geschätzten Kollegen Dr. Franke, der leider schon verstorben ist.


    Eingeklebt in seinem "Handbuch der Welskunde" von 1985. Schon die Anordnung der Briefmarken zeigt die Freude... kannst Dir sicher meine zittrigen Hände vorstellen, als ich - BRDist - diesen Brief aus dem Kasten geholt habe...


    ... schön, die Schreiben immer wieder zu lesen...macht auch traurig...


    Scan anbei.


    Ach ja, Harro war anfangs in der TI der Briefmarken-Spezialist, wenn ich nicht irre...


    Gruß


    Erich

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  • Hallo und "Guten Morgen!" - Ja! - Harro H., ich erinnere mich duster, hat mal Beispiele mit Fischen auf Briefmarken gebracht, wo war das wohl? Nicht in der DATZ, denke ich, evtl. im "Regenbogenfisch" der IRG. Und das Handbuch der Welskunde von H.j. Franke aus dem Landbuch Verlag, "Printed in the German Democratic Republic", habe ich tatsaechlich auch, weil ich einstens, 1990, Haplosternum thoracatum hatte, die angeblich Toene von sich geben, was ich allerdings nie gehoert habe. Aber es gibt Regenbogenfische, hier Chilatherina bleheri, die piepsen, so dass ich anfaenglich dachte, ich habe Maeuse in meinem Zimmer. Dem H.H. hatte ich dazu ein Manuskript zugeschickt - war aber uninteressant fuer Regenbogenfischler - seemingly. Ich las damals Arthur Myrberg, der sich mit Bioakustik beschaeftigte. Na ja, jetzt meine Zephyr-Guppys piepsen und knurren nicht! Und die Gambusen, weiss der Teufel was die treiben - bei ihnen beeindruckt mich der schwarze Strich quer ueber die Augen! Was der wohl zu bedeuten hat? Gambusen gibt's sicher auch auf Briefmarken ... Und Dein Link zum Aussetzen der Hochlandkaerpflinge - das waere ja ein Thema der "Conservation Biology". Jener Culum Brown scheint da drauf eingeschossen zu sein - siehe J.P. Evans et al., Kapitel 16, den kenne ich noch aus alten ANGFA-Zeiten, als er zu "Translocation" im ANGFA Bulletin schrieb - hatte mich interessiert. :lol: In diesem Sinne gruesst allerseits die "Fachwelt" - Zezphyr aus dem Sueden

  • Artikel über Fische auf Briefmarken hatte ich in mehreren Zeitschriften... Sammle immer noch. Gambusen gibt's auch auf Briefmarken, aber G. holbrooki - weiß ich gerade nicht.
    Hoplosternum gibt wirklich Geräusche von sich, der leider verstorbene J. Knaack erzählte mir, dass es richtige Hochzeitsgesänge wären.


    HH

  • Hallo Erich! Super, die Sache mit den Briefmarken - ich habe natuerlich den Guppy nicht gefunden, war aber an den Hunderassen interessiert. Sonstens geht's ja hier um die Hochlandkaerpflinge und ihre Freisetzung. Das ist das Thema "Conservation Biology" und "Translocation" - oder dann halt zu Deutsch "Faunenverfaelschung"! Da wurde schon viel falsch gemacht. Viel Spass beim Freisetzen - da lohnt sich die Reise nach Mexiko. Aber z. B. Australien, da kommt man mit den Fischen gar nicht rein! Ist"s in Mexiko nicht so streng?_ Es gruesst ganz Freundlich C4

  • Ja, lieber Erich - sehr schoen, die Briefmarkensammlerei ... Wenn Fische, dann lieber Regenbogenfische, das gibt's sicher auch ... Aber davon habe ich diverse Plakate und auch eigene 40x40 Fotos - also wozu noch Briefmarken? Ich kaufe und sammle keine Briefmarken mehr - hoechstens das, was so auf Briefen ist ... Das letzte aus Frankreich, was ich auf Briefe klebte, waren Fledermaeuse, auch interessant! Ob die Empfaenger das geschaetzt haben, weiss ich nicht - und wo Momentan der noch ungestelmpelte Rest verblieben ist, weiss ich nicht. Ich stecke huebsche Marken oft in meine biologische Literatur ... weiss aber schliesslich nie, wo sie gelandet sind. Das ist das Prinzip der "Chaos-Theorie" ... Merci, auf alle Faelle! C4

  • Hello, and Good Morning in Eastern Brandenburgh! Ja, mit den Fledermaeusen ...in engl. z.B. "horseshoe bats"? Das hat insofern ganz entfernt was mit Fischen zu tun, als sich mal ein Professor Pye bei mir gemeldet hat, der schrieb in irgeneiner Akustik-Zeitschrift was ueber "echolocation in bats" und ich hatte 'nen Artikel ueber "Sur l'Ouie des Poisson ..." (dt. = "Ueber das Gehoer der Fische ..." von einem Antoine Nollet, 1743, "auf Lager", da wollte der doch tatsaechlich wissen, woher ich diesen alten Artikel ausgegraben habe ... Na ja ... Thema "Chaos" ... diese Korrespondenz ist in den Tiefen meines Literaturdschungels verschwunden, genauso wie die Briefmarken, die's bei der Post nicht mehr gibt ...und diese Akustikzeitschrift ("Bioacoustics" ?, the Journal of Animal Sound) erschien wegen Mangels an Abonnenten recht unregelmaessig ...Die einzige Nummer, in meinem Besitz, ist auch vergraben! ... So hoffe ich, dass es dem Guppy-Fachjournal besser geht! In diesem Sinne ... "Think positive!" C4 - PS.: Die Briefmarken habe ich gefunden, La Poste 2013, 4 Werte im Block, ... "Zephyr beherrscht das Chaos!" - fast, den J.D. Pye nicht ... es geht ja auch nicht um Fische! ;)