Hallo Freunde und Experten der lebendgebaerenden Zahnkarpfen! Dank Erich "Pardalis" wissen wir nun aus der "neuesten Literatur" (NewScientist vom 14. Sept. 2013 !) als Folge einer Doktorarbeit von (Frl./Frau ?) Justa Heinen-Kai an der Carolina State University, dass die Maennchen von Gambusia affinis "efficient lovers" sind. Ob's tatsaechlich so ist? Dank des laengeren "Kopulationsstachels"? Also immer dieser Penisneid! Da lese ich doch bei Google: "Die Leistung eines Organs kann nicht einfach von klein auf gross uebertragen werden."
- Ich sehe meine Gambusen in zwei Aquarien taeglich vor mir und habe so meine Zweifel ob man Pardalis mit NewScientist folgen kann. So ziehe ich aus dem "book shelf" in meinem Arbeitszimmer "aeltere Literatur" raus, betitelt "Chaos, Zufall und Auslese in der Natur" und lese da: "Maennlicher Rivalitaet und Hierarchie wurde bislang groessere Beachtung geschenkt als der ueblicherweise weniger hervorstechenden Rivalitaet unter den Weibchen. Doch der Konkurrenzkampf der Weibchen untereinander kann durchaus staerker sein als der unter den Maennchen ...". Bei meinen Mosquitofishes ist das durchaus wahr, auch die Limia perugiae Weiber gehen ohne Erbarmen aufeinander los ... Das ist das reine "Chaos" und scheinbar gegen alle traditionelle biologische und ichthyologische Theorie. Allerdings, bereits 1972 wies eine Elane Morgan mit "The Descent of Woeman" auf eine Dominanz der Weiblichkeit hin! "Die Zukunft ist weiblich!" - wann auch in der Aquaristik und in der ichthyologischen Literatur? fragt Zephyr Picasso
Die Zukunft ist weiblich!
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Hallo Zephyr,
Dein Zitat „Doch der Konkurrenzkampf der Weibchen untereinander kann durchaus staerker sein als der unter den Maennchen ...", ist - ohne Beleg - erst einmal ziemlich „lau“.
Wer seinen DARWIN verstanden, und den LORENZ beiseitegelegt hat, weiß, dass immer die genetisch nicht verwandten Artgenossen, die größtmöglichen Konkurrenten sind! Insofern stehen die Weibchen untereinander im gleichen evolutiven Wettbewerb wie die Männchen!
Dass der Konkurrenzkampf der Weibchen untereinander „stärker“ sein kann, ist vielleicht einer der selteneren Fälle. Weibchen haben ja zumindest die Sicherheit, dass jeder ihrer Nachkommen die eigenen Gene trägt, sie sind immer auf der sicheren Seite!
Männchen haben diese „Sicherheit“ nie, allenfalls heute mit Gentest… evolutiv aber ohne Belang!
Wenn sie über die entsprechende „Fitness“ - im evolutiven Sinne - verfügen, haben sie dafür aber die Chance, ihre Gene um ein vielfaches Maß eines Weibchens, an kommende Generationen zu vererben. Gehört die Zukunft - genetisch betrachtet - also nicht den durchsetzungsfähigsten Männchen? Es soll ja Zuchtstiere mit hunderttausenden von Nachkommen geben…Die Wahrscheinlichkeit, dass Männchen ihre Gene weitergeben können, steigt mit dem Grad ihres Durchsetzungsvermögens gegen ihre Mitkonkurrenten, insofern ist permanenter Kampf angesagt. Dieser „Kampf“ ist zumeist ritualisiert und mit viel Gehabe verbunden.
Sehe ich an unseren Katzen, die Kater machen untereinander „großes Kino“, wirkt wie echter und harter Kampf, kommt aber Nachbars Schäferhund sind sie über alle Berge…
Wenn unsere Katze Junge hat, greift sie den Schäferhund, sobald er unserem Haus zu nahe kommt, konsequent an. Verteidigt ihren bisherigen Einsatz an Lebenszeit und Energie in die Aufzucht ihrer Gene!Achso: ... wenn ich hier etwas einstelle, heißt das nicht, dass ich mich der jeweiligen Auffassung anschließe, und "Frl." gibt es nicht mehr!
Gruß
Erich
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Good morning Erich! Ich wollte ja eigentlich auch auf das Buch von Elane Morgan, "The Descent of Woman" hinweisen. Die alternative Lektuere zu Darwins "The Descent of Man". Margans Buch ist bei Amazon noch mit 11 Exemplaren lieferbar - Preis 9,99 £. Nur falls DGLZler ineressiert waeren. Es gruesst aus dem fernen Sueden Zephyr :lol:
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