Lichtleistung in Watt pro Liter Wasser?

  • Hallo liebes Forum, hallo Charly,
    in einem Aquarienbuch über Lebendgebärende hab ich gelesen, dass man "pro Liter Wasser 0,5 bis 1 Watt Lichtleistung" benötigt! Bei den gängigen 54-60-Liter Becken-Komplettsets wird in der Regel aber doch nur eine einzelne 15 Watt-Röhre verwendet. Ist das damit nicht viel zu wenig Lichtleistung für ein 55-60-Liter-Becken?


    Grüße
    Mike

  • Also, erfahrungsgemäß kann ich jetzt kaum mitreden, denn ich bin Raumbeleuchter!


    ABER: Ich habe ein Pflanzenbecken und früher ja auch einige große Becken beleuchtet, und kann sagen, das ich immer ganz gut mit weniger gefhren bin. Kommt auch auf die Tiefe des Beckens an. Ein Kumpel betreibt erfolgreich ein 700l Becken mit 4x36W. Das entspricht etwa 0,2W/Liter. Kommt alles auch auf die Technik an. Gute Reflektoren helfen auch viel.


    Alles in allem: Probieren, was geht mit welchen Pflanzen. Cryptos kommen bei mir übrigens gut klar....


    Gruß
    Thorsten

  • Hallo Mike,


    die notwendige Leistung hängt natürlich von dem Leuchtmittel ab. Ich verwende die einfachen Leuchtstoffröhren mit etwa 2,5 cm Durchmesser sowie Energiesparlampen. Eine 18-W-Röhre über einem 54-l-Becken (0,33 W/l) oder 2 30-W-Röhren über einem 250-l-Becken (0,24 W/l) reicht für viele Pflanzenarten wie Wasserkelche, Echinodorus, Nixkraut, Javafarn, Moose sicher aus, den Lebendgebärenden reicht es meistens auch. Bei manchen Arten kommen aber die Farben, insbesondere die Glanzfarben nicht richtig zur Geltung. Das Hornkraut aus Mexiko färbt unter den Bedingungen seine Stengel nicht rot. Verwende ich hingegen eine 16-W-Energiesparlampe über einem 25-l-Becken (0,64 W/l, wobei die Lichtstärke ungleichmäßiger verteilt ist als bei einer Röhre, in der Mitte des Beckens ist es heller als in den Ecken), werden die Stengel rot.


    Gruß, Klaus

  • Hallo!


    Zitat von "Klaus de Leuw"

    die notwendige Leistung hängt natürlich von dem Leuchtmittel ab


    HÄ? ;) *scnr*


    Zitat

    dass man "pro Liter Wasser 0,5 bis 1 Watt Lichtleistung" benötigt


    Mike, da frag dich mal "benötigt wofür??". Stand das dabei? Ich geh frechweg auch mal davon aus, dass es um Licht für Planzen geht.
    Zum Röntgen für Lebendgärende taugt ja auch 1W/l nicht.


    Den Kern haben Thorsten und Klaus ja schon genannt: es ist abhängig von den vorhandenen oder gewünschten Pflanzen. Wobei ich bei Moosen gänzlich anderer Meinung bin: Tief unten, wo's finster ist, wird es meist fädig, weit oben mit viel Licht wie ein Velourteppich. Geht in dem Fall also beides, die mir bekannten Moose streben aber nach oben, wie andere Pflanzen auch.
    Eine gemessen an handelsüblichen Beleuchtungen von 60er Becken monströse Lichtmenge von 1W/l wird dir ohne entsprechende Nährstoffmenge und -zusammensetzung nichts nutzen und evtl. Unerwünschtes produzieren.
    Das Gesamtpaket aus Nährstoffen und Licht muss passen. Fehlt etwas kann auch der Rest nicht genutzt werden. Es ist demzufolge manchmal recht enttäuschend, wenn man in mehr Licht investiert, aber irgendwie tut sich nichts (oder das falsche...).
    Und genau an dem Punkt knabber ich momentan auch und suche bspw. bei flowgrow.de nach einem Konzept für mich. Vom Fleck weg sind es zu viele Faktoren, die ein Rolle spielen. Da ist Grundlagen lernen angesagt. Vorher wird nix geändert.


    Wenn du (d)ein 60er Becken tunen willst, wird es schnell mehrfach so teuer wie der Anschaffungspreis. Aqualux und andere bauen auch dafür Abdeckungen, passend für Doppelbalken. Andere haben gute Erfahrung mit ausgedienten HQL-Reflektoren bestückt mit kräftigen Energiesparlamen machen können. Dafür kann man dann bei grünen Daumen andere Pflanzen pflegen, als sonst üblich - und wöchentlich massiv gärtnern.


    Gruss
    Stephan

  • Hallo,
    für ein normales Becken reichen die Standardbeleuchtung mit 15W und etwas Flüssigdünger aus. Es kommt eben auf die Pflanzen drauf an. So ein Dschungel aus Stengelpflanzen in allen Farbtönen von sattgrün bis rot braucht mehr Licht und Co2 und passenden Dünger und und und... Wäre mir auf die Dauer zu anstrengend und kostenintensiv.


    Hier mal mein pflegeleichtes Schaubecken:
    [Blockierte Grafik: http://farm4.static.flickr.com…41120684_513deda8de_o.jpg]


    Gibt es hier im Detail mit Erklärung zusehen: http://flickr.com/photos/17723972@N08/3041120684/


    Es ist kein Standard 60er Becken (siehe Link) aber sowas in der Art geht auch mit dem 54l-Model ganz gut. Cryptocorynen und Echinodorus habe ich lange Jahre in solcheinem Becken erfolgreich gepflegt. So bald es ordentlich eingelaufen und gut gefiltert ist, bekommt man auch mit den Algen keine Probleme (ein paar sind immer da, stören aber kaum). Ob extra Co2 rein muss oder nicht hängt viel mit der Wasserhärte zusammen. Hier mit sehr weichen Wasser und pH7 geht es gut ohne. Damals in Greifswald mit 21°KH und pH7.8 bis pH8 war es anders und ich hatte oft Probleme mit Algen (und mit diversen CO2-Anlagen).


    Wenn du weißt was du willst, können wir dir auch sagen was du brauchst. Verallgermeinern kam das mit den Watt/l nicht. Mein 10l Becken wird z.B. mit einer 7W Pl Leuchte betreiben. Wären 0,7W/l was so an sich viel klingt aber für das Becken eher wenig ist, da die Röhren doch recht klein ist. So ein Nanobecken wird sonst mit 9 bis 24W beleuchtet. Bei größeren Becken sieht es wieder anders aus und hier spielt vor allem die Höhe, die Verteilung und die Anzahl der Leuchten eine Rolle. Bei meinem Becken laufe ich mit zwei 18W Röhren mit guten Reflektoren heute besser als anfangs mit einer 36W Röhre. Becken mit eher schwacher Beleuchtung, langsam wachsenden Pflanzen und wenig biologischer Belastung (wenig Fische, ordentlicher Filter) machen aber insgesamt am wenisten Arbeit (mit den Pflanzen, Algen, Wasserwechsel...).


    Grüße
    Robert

Jetzt mitmachen!

Sie haben noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registrieren Sie sich kostenlos und nehmen Sie an unserer Community teil!