Hallo Freunde der Lebendgebaerenden! Will nur sagen, dass mir gestern drei "Nomorhamphus liemi snijdersi" gegeben wurden - ich nahm sie aus reiner Nostalgie! Denn in der Rundschau hatte ich mal einen Aufsatz gebracht - keine Ahnung mehr wann das war - aber ich war begeistert! Also, ich bleibe bei "snijdersi", denn meine Fische sind die blauschimmernde Variante, mit schwarzer Beflossung - im Gegensatz zu der roetlichen Variante (vgl. Meyer-Wischnath-Foerster!). Klar kenne und habe auch den Aufsatz von Hartmut Greven, Duesseldorf, aus dem Jahre 2007 - er nennt die Fische Nomorhamphus liemi Vogt - auch okey - er zeigt auch die blauschimmernde Variante. Na ja - mal sehen, was das Jahr 2011 mit Nomorhamphus liemi bringt, denn meine Fische haben einen Fehler - es sind drei Maennchen - da wird auch in unseren allzumodernen Zeiten die Nachzucht nicht gelingen! Zephyr, noch im Jahre 2010!
Wieder mal was zu Nomorhamphus
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Hallo,
mal wieder Gelegenheit, mit einem Fehler aufzuräumen, der zwar ständig wiederholt wird, aber dadurch wird es auch nicht richtiger.
In der Originalbeschreibung ist mit liemi ein schwarzflossiger Nomorhamphus beschrieben. Kurz darauf wurde als Unterart liemi snijdersi mit rot-schwarzen Flossen beschrieben.
In der aquaristischen Literatur werden aber immer wieder Fotos gedruckt, deren Bildtitel das Gegenteil behaupten. Man darf sich halt nicht auf alles verlassen, was im Bücherregal steht.
Wie HH schon vor einiger Zeit (2009) hier geschrieben geschrieben hat, wurden die Unterarten liemi und snijdersi eingezogen, da sie nicht unterscheidbar sind.
Gruß
CR -
Hallo!
Zitat von "Chromium"In der Originalbeschreibung ist mit liemi ein schwarzflossiger Nomorhamphus beschrieben. Kurz darauf wurde als Unterart liemi snijdersi mit rot-schwarzen Flossen beschrieben.
Also demnach hat die Flossenfarbe nichts zu sagen und variiert eben einfach nur?
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Hallo,
jein.
Innerhalb einer Population kann wohl bereits eine ziemliche Variation auftreten. Bei den dabei betrachteten Populationen handelt es sich aber zumeist um Aquarienbestände, siehe unten.Nach der letzten Revision kann die Pigmentierung (also der Schwarzanteil) als Unterscheidungsmerkmal für die Arten liemi und brembachi dienen.
Die morphologischen und meristischen "Unterschiede" zwischen den (Unter-)Arten liemi liemi und liemi snijdersi auf der einen und brembachi, sanussii, ravnaki und australe auf der anderen Seite haben sich nicht als ausreichend erwiesen. Sie liegen so eng beieinander, dass die verschiedenen Arten daran nicht unterscheidbar seien. Also wurden alle Arten und Unterarten bis auf liemi und brembachi zu Synonymen erklärt. Unterschiede finden sich demnach nur noch in der Pigmentierung (bei liemi mindestens die äußere Hälfte, bei brembachi weniger) und im Unterkieferzipfel (bei brembachi meist länger, bei liemi kürzer). Aber diese Unterschiede wurden eben meist anhand des Typenmaterials ermittelt. Das schließt also nicht aus, dass es nicht auch noch einen fließenden Übergang in diesen Formen gibt (den ich persönlich für sehr wahrscheinlich halte).
Wie die Differenzierbarkeit der verschiedenen Varianten auf genetischer Seite aussieht ist m.W. noch nicht erforscht.Bei den meisten im Aquarium gehaltenen Tiere würde ich eine Artzuordnung immer nur unter Vorbehalt akzeptieren. Es werden sicherlich auch Tiere verschiedener Herkunft miteinander vermischt, die sich untereinander fortpflanzen. Sollten es wirklich verschiedene Arten sein, wären wohl auch eine Menge Hybriden dabei.
Ich persönlich halte nichts von einer Vermischung von Nomorhamphus verschiedener Herkunft. Wir wissen einfach noch nicht, was wir da wirklich tun. Stämme mit Fundortangabe sind echte Raritäten!
Gruß
CR -
Hallo,
wen es interessiert, die Beschreibung von N. liemi snijdersi und N. brembachi:
http://www.datz.de/Artikel.dll…-liemi-1978-7_NjM3NjA.PDF
Gruß,
CR -
Hallo!
Zitat von "Chromium"Ich persönlich halte nichts von einer Vermischung von Nomorhamphus verschiedener Herkunft. Wir wissen einfach noch nicht, was wir da wirklich tun. Stämme mit Fundortangabe sind echte Raritäten!
Das sollte eigentlich für alle Fische gelten, man weiß nie was mit den Beständen vor Ort geschieht.
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Hallo, nett, dass sich so viel Interesse fuer die Halbschnaebler zeigt! Ich bin kein "Systematiker" und halte es als einfacher Aquarianer mit Stephen Jay Gould, der sich ueber "the passion of building systems" etwas mockiert. Aber den Aufsatz von Hartmut Greven, Dr. und Professor an der Uni Duesseldorf, kann ich bestens empfehlen: "Courtship and mating of Nomorhamphus liemi Vogt, 1978". Dank Google und Internet laesst sich der Artikel mit zahlreichen Fotos einfach ausdrucken. Meine Fische sehen aus, wie bei Greven abgebildet! Und die Fische lieben auf dem Wasser treibende Fliegen - man hat seinen Spass - und die Nachzucht ist einfach - sofern man nicht nur Maennchen. Bei Weibchen solo gelingt die Nachzucht eventuell - wegen der "Vorrats-besamung". "Happy fishkeeping!" wuenscht Zephyr
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Hello dear Fishermen! Also, die Sache mit Nomorhamphus interessiert mich schon und immer wieder! Von meinen 3 Maennchen hat keiner 14 Tage ueberlebt - die Fische verpilzten und verendeten einer nach dem anderen. Ich weiss, Aquarianer vermelden eigentlich nur Erfolgsmeldungen - mit Zukaeufen aus dem Handel ist das bei mir nicht immer so. Will da nichts vertuschen! Ich vermute, die meinen waren mit Antibiotika behandelt ... Seit gestern habe ich wieder vier - reichlich abgemagert, die armen Biester. Sollte 4,- € je Fisch zahlen - zahlte an der Kasse aber nur 4,- € fuer die ganze Mannschaft. Wie ist das mit den Preisen dieser Fische? Also, heute Sonnenschein, 28 Grad im Schatten - da ging ich im Garten auf Fliegenfang fuer die Halbschnaebler, ich moechte sie zu Kraeften bringen! Ich klatschte mit der Klatsche extra kleine Fliegen - doch die Fische gingen nicht ran! Ich war enttaeuscht. Koennte mir vorstellen, diese Halbschnaebler haben noch nie "leckere" Fliegen bekommen - und was so ein Nomo nicht kennt, das frisst er nicht. Aber nach einer Stunde guckte ich nochmal - alle Fliegen waren weg! Hat also schliesslich doch geklappt. Well, well - will nur noch sagen, habe jetzt den Vogt-Aufsatz, den Chromium offeriert hat, gerade ausgedruckt - super und danke, wenn' s auch spaet kommt. Und klar doch - Dieter Vogt! - Ich bin natuerlich nicht so penibel, was die Artzugehoerigkeit angeht - aus welchem "Topf" eines Grossisten meine jetzigen Fische stammen, ist mir voellig unbekannt - die Tiere sind abgemagert, das ist meine vorlaeufig einzige Diagnose! - Ich werde sie mit Fliegen aus dem Garten zunachst mal "gesundpflegen". Aber Nomorhamphus sind es, schwarze Flossen sind zunaechst nur bei einem Fisch andeutungsweise erkennbar. Die Fische muessen erst mal zu Kraeften kommen, dann werden sie auch Farbe bekennen - hoffentlich! Und ob liemi liemi, snidersi oder brembachi - 'sst einerlei ! (PS.: Habe im Regal auch Maurice Kottelat, 1993, Freshwaterfishes of Western Indonesia and Sulawesi, aber fuer Fische aus dem Handel bringt das doch nix!) - ich bin am Verhalten der Fische orientiert - dazu gibt es eigentlich wenig Literatur - na ja, dann doch Professor Greven, Uni Duesseldorf - auch im Internet zu finden! Es grusst Zephyr, ein Nomorhamphus-Freund aus dem Sueden!
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Hallo - keine Antworten -drum noch ein Nachtrag, weil mich meine "verkorksten" Halbschnaebler aegern und weil vielleicht doch ein DGLZler Bescheid weiss und aus der Deckung kommt. Lese nach in der Rundschau 3/99 (das war einst meiner einer!), wie sich Nomorhamphus liemi, eben schwarzbeflosste von einer "guten Art", an Fliegen und Muecken delektieren. Interessanterweise schreibt im gleichen Heft Guido Dietrich aus Veitshoechheim, ueber "Artgerechte Ernaehrung unserer Aquarienfische". Unter anderem bietet Guido den Fischen Anflugnahrung, die er mit einem Netz faengt. Seine Fische fressen alles, was ins Maul passt - Fliegen, Stechmuecken, Kaefer, Wanzen ... Super! - Und meine jetzigen Halbschnaebler wollen keine leckeren, maulgerechten Fliegen schlucken? Eine "entartete" Nachzucht? Das Wetter ist super - knapp 30 Grad (im Schatten!) - zum Fliegenfangen mit der Klatsche braucht man trotzdem Geschick und Glueck - jetzt, zur Fuetterung der Halbschnaebler offensichtlich mehr als das! Kann' s ja mal mit Tetra Flockenfutter probieren - aber das waere ja nun wirklich nicht "artgerecht"!
Zephyr, jetzt wieder ein Nomorhamphussler -
Vogt hat in seinem famosen Bericht über die Entdeckung von N. liemi geschrieben, dass die Nomorhamphus eher nachtaktiv sind. Das wäre eine Erklärung, denn nachts schlafen Fliegen.
HH
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Bonjour HH! Ja der Aufsatz von Vogt ist sehr nett geschrieben - 1978, "famos" wie engl. "famous" ? Er zeigt zeitgleiche Untersuchungen von Brembach auf, aber Brembach erschien "offiziell" am 2.1. 91 in Solingen, das wissen Sie besser als ich! Trotz aller Kritik ist Brembach gut genug fur mich! Zudem, meine jetzigen Fische sind wohl doch nicht "artgleich" wie die in der Rundschau 3/99 (besser in 'Aquarium heute', 4/99, S. 422 - 424) geschilderten - vor allem fehlen ihnen jetzt die auffaelligen Nasenstoepsel (Nasalpapillen = engl. nasal papilla) - jetzt kaum erkennbar! - die bei den Fischen von H. Greven sind uebrigens auch deutlich zu sehen! - Nachtaktiv? Meines Wissens gehen Fischer oft nachts mit starken Lampen auf Fischfang - das bedeutet doch aber nicht, dass es sich hierbei um "nachtaktive" Fische handeltn muss. Fische werden nachts durch helles Licht angelockt - so z.B. auch in hellen Vollmondnaechten .... Dito gibt es "nachtaktive Insekten" - die sieht man im Sommer nachts an den hellen Strassenlaternen! Na ja, ich bin kein Biologe, nur alles angelesen (z.B. V.C. Wynne-Edwards, ist spannender als ein Tatort-Krimi zu lesen!). Es gruesst Zephyr aus dem warmen Sueden
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