Inzucht - Folgen

  • Da mich Charly / Thorsten darauf gebracht hat eröffne ich hierzu einfach einmal einen Bereich bzw. habe einige Fragen und meine eigene Meinung darüber...


    Habe auf vielen Seiten und in vielen Foren gelesen, das man bei "Treuer Linienzucht" max. bis in die F4 ziehen kann und man spätestens dann eine Einkreuzung benötigt? Würdet ihr euch dieser These anschließen?
    Ich denke das hat doch auch was mit dem Ansatz (sprich wie viel Männchen und Weibchen ich am Anfang zur Linienzucht verwende) zu tun, oder ?


    Des weiteren wird oftmals bei Folgeerscheinungen von unfruchtbarkeit, immer kleiner werdenden Fischen bis hin zu "eckelhaften" Dingen wie 3 Augen oder siamesischen Zwilligen gesprochen?
    Wie würdet ihr die Folgen von starker Inzucht durch treue Linienzucht beschreiben?


    Aus meinen früheren Erfahrugen (und ich habe mit nur einem Pärchen versucht damals einen Stamm aufzubauen) habe ich nie so richtig solche Erscheinungen bemerkt, es gab imemr mal verkrüppelte oder nicht Überlebensfähige Würfe aber das eher wegen meiner Ungeduld wiel ich Weibchen zu Jung begatten lassen habe oder ich denke eher das diese "verkrüppelungen" bei der Aufzucht in dene rsten Tagen eher passierten und auf keinen Fall Genetisch bedingt waren... auch das die Anzahl der Jungen die geboren werdne zurück geht ... was meint ihr zu diesem allen?


    Kann man eigentlich irgendwie den Anteil an weibhcen bzw. männchen beeinflussen die bei einem Wurf heraus kommen?
    Oder ist das wegen den (glaub ich) ungleichen Chromosonpaaren unmöglich? XY ...


    So bin gespannt auf eure Erfahrungen & Meinung dazu, da man soviel unterschiedliches, von schweren und relativ shcnellen Folgen bis hin zu keinen liest...


    Achso und um dem ganzen entgegen zu steuern worauf würdet ihr bei einer Einkreuzung ganz genau achten bzw. vor allem wie diese vornehmen (mit einer "durchschnittlichen" Zuchtanlage) ?


    liebe grüße,
    Thomas

    Versuche das zu bekommen was du liebst, sonst bist du gezwungen das zu lieben was du hast.
    - Shaw -

  • Erfahrungsgemäß kann ich sagen, das Inzucht nicht das Riesenproblem darstellt, wenn man einige Regeln beachtet.


    Ich handhabe es inzwischen nur noch so, das ich Alttiere und Jungtiere aus diversen Würfen in gemischten Schwärmen halte und aus dem Schwarm selektiere. Dabei erhalte ich 1. die Feritlität, und 2. eine gewisse genetische Bandbreite. Die Qualität der Tiere im Schwarm ist allerdings eher durchschnittlich, da besonders gute Männchen und Weibchen separat von mir aufgezogen, bzw. zusammengesetzt werden.


    Jungtiere wachsen bei mir nicht (und niemals) getrennt auf, mit der Ausnahme von einigen Weibchen, für gezielte Verpaarungen und Versuche.


    Durch dieses Verfahren sind gezielten Ansätze 1/2 oder 2/4 sind bei mir auch vorhanden, werden aber spätestens nach 2 Generationen an die Linie gepaart. Hier werden nur die Tiere mit den besten Eigenschaften verpaart. Aber hier selektiere ich auch meistens aus mehreren Tieren (5/10, und dann auf wenige Tiere herunter).


    Ich kann nur immer wieder empfehlen, eben auch Schwärme zu erhalten, um genetische Variabilität zu fördern, und damit Inzuchtprobleme zu beheben.


    Linienbildung ist auch unverzichtbar.


    Verfährt man mit einem gesunden, rotierenden System mit einer "Stammbasis", ist eine Inzuchtproblematik beinahe ausgeschlossen und kommt daher fast gar nicht zum Tragen.


    Gruß
    Thorsten