Aquarienfotografie

  • Hallo, Klaus und "Datz-Kollege"! - Weil am Rhein - sind' s Deine Fische? Heute kam ein Tadel meiner Frau: "Jetzt gibt' s auch noch Fische hinter der Terrasse!" - Peng! Das sind aber meine vermehrungsfreudigen Xenotocas. Ich erkenne nur "Mini-Trophotaenien" - wenn ueberhaupt! Nicht so wie auf Fotos von H.J. Richter - die ich vorliegen habe. Und fotografieren kann ich nicht, ich muss "ueben, ueben, ueben", wie Elke sagt - erst dann kaufe ich das 60mm Makro! Tschuess! Zephyr

  • Hallo Zephyr,


    Deine neuen Fische sind aus Weil am Rhein?
    Da warst Du nicht allzu weit weg von mir unterwegs.
    Meine Fotomodels leben in Freiburg im Breisgau.


    Apropos Datz. Schon gewußt, es gibt im November ein Datz Fotoseminar im Vivarium in Karlsruhe.
    Da habe ich mich gleich angemeldet und freue mich schon auf ein Wiedersehen mit einem speziellen Freund dort.
    Von dem fehlt mir nämlich noch ein schönes Foto.


    Grüße


    Elke

  • Hallo Elke, hallo Klaus! Also "Datz-Foto-Seminar" - das gab's z.B. auch schon in Basel, wo es unterirdisch im Zoo jede Menge Aquarien gibt. Fotos vom Basel-Seminar wurden kuerzlich in einem Datz-Heft gezeigt - teilweise soll mit Stativ (?) fotografiert worden sein. Da habe ich Herrn Stawikowski angemailed und gebeten zu den Bildern auch technische Details anzugeben - kam bis jetzt nichts! Man soll eben das naechste Seminar buchen - so ist das sicher. Aber liebe Elke, Du machst doch schon ganz tolle Fotos - was willst Du noch in Karlsruhe lernen? Ich brauche auch keine Fotoseminare (habe mit der alten Technik selbst Kurse gegeben - Doppelgaenger-Fotos und solchen Schnickschnack), aber es fehlen mir an allen Ecken und Enden Kenntnisse zur Computertechnik und Bildbearbeitung. Ja Freiburg, Loerrach, Staufen - da komme ich so dann und wann hin - auch Basel, nette Stadt! Ah - Xenotoca und Trophotaenien - ich muss Selbstkritik ueben - habe gerade (ohne Kamera!) zwei Geburten mitverfolgt - unmittelbar nach der Geburt sieht man "mehrarmige" Trophotaenien - aber nach 3- 4 Stunden sind sie offenkundig weg. So ein Geburtsvorgang dauert mindestens 3 Minuten und die Mutter saust unruhig durchs Aquarium - Videoaufnahme mit der Canon 500 D wird da nicht so toll gelingen, vor allem da ich keine "hollaendischen Aquarien" hinter der Gartenhecke aufgebaut habe. Schwarzer Karton als Hintergrund, okey! Jetzt gibt' s sicher "faultfinder", die sagen ich habe das Thema "Fotografie" verfehlt, aber Harro wird mich retten - danke! Es gruesst alle DGLZ-Aquarien-Fotofreunde Zephyr

  • Hallo Ihr Zwo!


    Zitat von "Zephyr"

    teilweise soll mit Stativ (?)


    So ein Stativ hat mehrere Vorteile, z.B. bei langen Belichtungszeiten keine Verwackelung (geht natürlich nur bei unbewegten Objekten oder gewünschter Bewegungsunschärfe) und Unterstützung bei schwerer Ausrüstung und langen Ansitzzeiten. Laichserien von Kampffischen, die dabei sehr ortstreu sind (das spielt sich auf eine Fläche von 20 mal 20 cm ab), habe ich immer mit Stativ fotografiert. Nachteil ist natürlich die geringere Beweglichkeit.


    Zitat

    Da habe ich Herrn Stawikowski angemailed und gebeten zu den Bildern auch technische Details anzugeben - kam bis jetzt nichts!


    Wie auch? Er kennt die ja nicht, und die bei allen Fotografen einzusammeln wäre arg mühsam.


    Zitat

    Man soll eben das naechste Seminar buchen - so ist das sicher.


    Keine Sorge, da verdienen die nichts dran, zumindest nicht, wenn die Preise seit meinem in Bochum zu D-Mark-Zeiten nicht deutlich erhöht wurden.


    Zitat

    Ich brauche auch keine Fotoseminare (habe mit der alten Technik selbst Kurse gegeben - Doppelgaenger-Fotos und solchen Schnickschnack), aber es fehlen mir an allen Ecken und Enden Kenntnisse zur Computertechnik und Bildbearbeitung.


    Das verstehe ich nicht. Wer analog ein so guter Fotograf ist, dass ihn seine Kursteilnehmer nicht zur Türe hinausjagen, der macht mit einer digitalen Spiegelreflex auch sehr gute Fotos. Die Fotografiertechnik ist nämlich dieselbe. Und Computertechnik und Bildbearbeitungskenntisse benötigt man dann auch nicht - allenfalls die Kamerafunktion "Weißabgleich" kann ganz nützlich sein und gibt es analog nicht.


    Zitat

    So ein Geburtsvorgang dauert mindestens 3 Minuten und die Mutter saust unruhig durchs Aquarium - Videoaufnahme mit der Canon 500 D wird da nicht so toll gelingen,


    Vollpacken mit Hornkraut oder Nixkraut oder Wasserpest, so dass
    1. das Weibchen sich sicherer fühlt und nicht herumjagt?
    2. der Hintergrund besser wird.


    Gruß, Klaus

  • Hallo Klaus - thanks for your message! Als Datzleser darf man ja mal anfragen in der Redaktion wie Fotos gemacht wurden - und aus meinen Kursen ist keiner weggelaufen, denn ich habe keine Kurse zur Aquarienfotografie gegeben. Meine Unerfahrenheit in Sachen Digital-Fotografie stoert meine Fische aber gar nicht - es ist reine Selbstzerknirschung! Ich taete eben gerne auch solche Fotos in der DGLZ-Fotoecke zeigen, wie es Elke gemacht hat! Ich bereite meinen Fischen aber keinerlei Stress - im Gegenteil, sie kommen meist zutraulich an die Scheiben, wenn ich erscheine - klar, sie denken an Futter! Allerdings, wenn ich die Canon zuecke, ergreifen sie die Flucht! :mrgreen: Nur die Limia perugiae sind bei mir noch nicht zu Hause - aber im neuen Aquarium (70x25x30 cm Aussenmasse fuer 4 Exemplare, solo) umschwaenzeln die Maenner bereits ihre Damen - also sieht die Limia-Zukunft gar nicht so schlecht aus. An den Rat mit krautigen Pflanzen im Hintergrund habe ich auch gedacht - ich habe Javamoos zu bieten, das waechst bei mir bueschelweise - aber schwarzer Karton als Hintergrund geht evtl. auch, sagt Elke - den habe ich mir im Muellermarkt Loerrach/ Allemagne als Mitbringsel besorgt. Momentan knabbern die neuen jungen Xenotocas am Javamoos, denn Artemia gibt' s erst morgen! Also Xenotoca koennte ich jetzt in Weil am Rhein verkaufen - die waren dort nicht im Angebot! ;) Happy fishkeeping dear Klaus! Zephyr

  • Morsche,


    also grundsätzlich könnte der Herr Stawikowski die Daten herausfinden.
    Bei digitalen Fotos kann man, sofern sie nicht durch Bearbeitung zerstört sind,
    die sogen. Exif Daten auslesen. Dort stehen alle relevanten Daten vom Foto drin.


    Den Fotokurs besuche ich, weil man nie aus lernt und es immer noch etwas gibt,
    was man besser machen kann.
    Motto: Wer nicht mehr lernt, ist tot.
    Zudem kann ich bei der Gelegenheit einige Leute persönlich kennen lernen,
    mit denen ich schon seit Jahren zu tun habe, allerdings nur in Schriftform.


    :D Die Tücken der Aquarienfotografie sind sehr vielfältig und neben der Technikfrage,
    muss man auch immer ein gewisses Gespür für die Models entwickeln.
    Hat man dies nicht, dann kann man die Tiere nur simpel "abschießen",
    was man den Fotos dann auch ansieht.


    Also lieber Zephyr, schön weiter probieren und ein wenig mit den Xenotocas "flüstern".


    Grüße


    Elke

  • Hallo Elke! Ich staune - Du weisst, dass ich mit meinen Fischen "fluestern" kann? Na ja, da hast einen meiner Datz-Artikel gelesen! Und: Trotz neuer Canon habe ich keineswegs vor meine Fotomodelle "abzuschiessen"! Und last but not least: Nicholas Evans mit "Der Pferdefluesterer" ist doch kein schlechtes Vorbild! Gruss von Zephyr

  • Hallo Zephyr,


    Zitat von "Zephyr"

    Na ja, da hast einen meiner Datz-Artikel gelesen!


    Wenn Du nicht vor 1979 veröffentlicht hast, habe ich sogar alle Deine Artikel gelesen, auch wenn ich gar nicht weiß, welche das sind, da Du Dich hinter einem Spitznamen versteckst. Wie heißt denn Dein letzter Artikel?


    Gruß, Klaus

  • Hallo Klaus,"gefluestert" habe ich vor ca. 10 Jahren mit Regenbogenfischen, z.B. Melanotaenia herbertaxelrodi und M. lacustris - flinke und elegante Fliegenschnapper, hatte viel Spass mit ihnen. Aber die dafuer benutzten grossen Aquarien habe ich verkauft. Nun versuche ich ganz bescheiden mit kleinen Fischen zurechtzukommen. Und wie Harro meinte, waere sogar das kleinste meiner Aquarien das geeigneteste zu Fotografierzwecken. Hochlandkaerpflinge benoetigen nicht unbedingt hellbeleuchtete Aquarien - deshalb die Idee, mit dem Fotoapparat ins Freie zu gehen. However, meine Fotoausruestung ist nicht komplett - der Versuch Jungfische mit Standardoptik zu Fotografieren scheint fragwuerdig zu sein, vor allem da ich mit der Bildbearbeitung am Computer voellig unkompetent bin. Vielleicht liesse sich das am Computer sogar hinbiegen - fuer James Bond garantiert kein Problem! Das Bild von Markus mit dem trophotaenienbehangenen Jungfisch in der "Fotoecke" ist sicher mit einem Makro-Objektiv geschossen worden - die Bildschaerfe liegt auf der Rueckenflosse - wohingegen der Trophotaenienbehang schon den Tiefenschaerfebereich sprengt - however: ein gelungenes Bild - super! Haette mich gefreut, einen meiner Xenotocas so zu erwischen - aber jetzt ist' s zu spaet - meine "Xenotoca-Damen" werden sobald nicht wieder werfen. Ubrigens mit dem Namen "Zephyr" fuehle ich mich ganz wohl, habe aber nichts zu "verstecken". Ciao!

  • Hallo,


    Zitat von "Zephyr"

    Hallo Klaus,"gefluestert" habe ich vor ca. 10 Jahren


    Mann, da muss ich ja gelegentlich auf die Leiter, um die herauszusuchen ...


    Zitat

    der Versuch Jungfische mit Standardoptik zu Fotografieren scheint fragwuerdig zu sein, vor allem da ich mit der Bildbearbeitung am Computer voellig unkompetent bin. Vielleicht liesse sich das am Computer sogar hinbiegen - fuer James Bond garantiert kein Problem!


    Wenn man mit dem normalobjektiv 95 % der Pixel für den Hintergrund verschwendet, kann man aus 5% der Pixeln auch mit dem besten Computer nicht viel herausholen, während ein Makroobjektiv 60 % oder mehr für die Abbildung des Fisches verwendet.
    Ich denke, das ist auf meinen Bildern oben auch deutlich zu sehen. Jedenfalls sehe ich bei denselben Jungfischen deutlich mehr Details mit dem Makro als mit dem Normalobjektiv, wenn ich beide Bilder so auf dem Bildschirm vergrößere, dass die Fische formatfüllend sind.


    Gruß, Klaus

  • Hallo und Guten Morgen Klaus! Du bist ein zweifacher Glueckspilz: Zum ersten hast Du das Makro, ich habe nur einen Internetausdruck von Canon fuer das EF-S 60 mm - bei Color Foto (die Zeitschrift gibts also noch!) als "sehr gut" empfohlen. Ich muss noch sparen denn meine Canon 500 D ist brandneu und ich kenne noch gar nicht alle Knoepfe! Und zweitens kannst Du zum Regionaltreffen bei Zajac - da muesste ich so gut 1000 km durch Europas Highways duesen - ich bin leider kein youngster mehr, der sowas am Woechenende macht. Immerhin, das Makro konnte ich innerhalb von zwei Tagen haben - aber die Euros sind knapp! Ah ja, meine Limia perugiae aus Weil am Rhein erweisen sich als 3 Maenner und eine Frau - das groesste Maennchen ist scheinbar noch nicht voll geschlechtsreif. Gibt' s da auch "Fruehmaennchen" und groessere "Spaetentwickler"? - Du hast doch diese Art! Tschuess! Zephyr

  • Harroh, "Gruess Gott!", wie man als frommer "Suedstaatler" sagt. Limia perugiae hat hier zwar momentan nix mit "Fotografie und Technik" zu tun - das mit den "Spaetmannchen" habe ich mir aber fast gedacht - kann mich aber taeuschen, und es ist doch ein Weib! Ich treibe bei meinen Fischen eigentlich keine Auslese - soll ich das grosse Maennchen (falls es eines ist!) mit dem Weibchen alleine lassen? Zudem erzeugen die (das) groessere(n) Maennchen deutlichen Stress und hetzen das kleinste Maennchen - das kenne ich noch von meinen Boesemani, da gab' s kein Erbarmen trotz grossem Aquarium. Habe jetzt das 70-cm-Aquarium mit Javamoos bepackt, um den Rivalen die Sicht zu behindern. Limia perugiae hat aber insofern was mit Fotografie zu tun, als die Art mein naechstes "Fotomodell" sein soll. Ich habe den Eindruck Limia p. ist ein bequemeres Fotomodell als Xenotoca e. - denn die Fische stehen oft still im Wasser - "abwartend". Ihre langgestreckte Koerperform laesst einen Raeuber vermuten, ist aber wohl nicht so? Ich gebe Flockenfutter, das wird gefressen - auch Artemia, habe mir aber nicht die Zeit genommen, um zu gucken ob dies Kleinstfutter angenommen wird. Das war's und tschuess! Zephyr - Aber - nun doch noch 'ne Fotoquestion: Bei meinen "Freilandbecken" spiegeln die Scheiben gewaltig (eines habe ich in die Oeffnung des Barbecue-Ofens gestellt, den ich sonst nie benutze - den Fischen ist's ja wurscht, solange ich nicht anheize!) - ist ein Polfilter hilfreich? Bei einem Makro-Objektiv aber wohl nicht noetig - oder soll man das gleich mitkaufen? Sorry, man hat ja soviele Wissensluecken! Z.

  • Hallo Harro,


    entweder habe ich schon einen Zwergstamm oder es ist komplexer. Bei großer Populationsdichte im Aquarium treten bei mir vermehrt Männchen auf, die nur zwei Drittel der üblichen Länge erreichen. Bei niedriger Populationsdichte (z.B. durch separate Aufzucht eines Wurfs) bleiben sie aus, ohne Selektion.
    Meine Perugiakärpflinge sind aber weder nach dem Erwerb durchschnittlich kleiner geworden, noch unterscheiden sie sich in der Größe von solchen, die ich im Handel sah.


    Gruß, Klaus

  • Hallo, ihr lieben Experten! Um meine "Fotoserie" hier zu beenden, wollte ich abschliessend noch sagen, dass ich gerade mein "Freiland-Fotobecken" 1 abgebaut habe, die Algen sind schuld! Nicht nur die Scheiben, auch in meinem geliebten Javamoos setzen sich Gruenalgen an! Die Terrasse ist frei - aber der Augenschein kann taeuschen - ich dachte meine zwei schwangeren Fotomodelle haben mich mit ca. 25 Jungfischen beschenkt - beim Abbau des Aquariums habe ich gezaehlt - 46 sind's! Zunaechst "no photos" - aber 46 Xenotoca-Jungfische - ich leiste Hilfestellung gegen das Artensterben! Zephyr

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