LED-Beleuchtung

  • Hallo!


    Mich würde interessieren, ob es hier jemanden gibt, der schonmal LED's als Beleuchtung verwendet hat. Wenn ja, wie sah es aus mit dem Pflanzenwachstum? Wir hatten überlegt LED's zu installieren aber da es uns zu unsicher war haben wir doch zu den "normalen" Leuchtstoffröhren gegriffen.


    Liebe Grüße
    Jasmin

  • Hallo!


    Lass die Finger von den LEDs, das ist ein Licht, das nicht das benötigte Spektrum liefert. Pflanzen wachsen eher leidlich. Du benötigst dann einen zusätzlichen UV Anteil.


    Ich verwende Kompakt Leuchtstofflampen von Sylvania (Micro Lynx) Lichtfarbe 840 (4000K) mit 6W. Damit fahre ich bisher sehr gut.


    Kaltlichkathoden sind auch Sch... - siehe LEDs


    Gruß
    Thorsten

  • Wir haben vor die LED's über die Becken der Axolotl zu hängen.Dort sind Pflanzen eigentlich nicht erforderlich. Dafür verbrauchen sie weniger Strom und haben keine oder so gut wie keine Wärmeentwicklung.Deswegen hatte ich gedacht ob das evtl. auch für das Guppy-Becken in Frage käme aber es war uns dann zu heikel und wir haben uns für Röhren von Osram mit der Lichtfarbe 865 entschieden.Mal sehen wie die Pflanzen wachsen.Ich habe nicht wirklich einen grünen Daumen.
    LG Jasmin

  • Hi Jasmin!


    Das mit den Lichtfarben und der Beleuchtung ist eine Glaubensfrage. Google doch mal nach Spektrum von z.B. Dennerle. Du wirst überrascht sein, das Du herausfindest, das normale Lampen hinter den großen Namen stehen, und diese die gleichen Spektren aufweisen.


    Bei LEDs ist es aber anders. Wenn Du mal logisch drüber nachdenkst und Dich beliest, wirst Du feststellen, das LEDs zwar bedeutend weniger Strom verbrauchen, aber Du in der Lichtausbeute und dem Spektrum begrenzt wirst. Das bedeutet im Umkehrschluß, das Du Farben kombinieren musst, was Deinen Vorteil der Stromersparnis wieder wett macht. Auch die Wirkung auf Lebewesen möchte ich mal dahingestellt lassen. Mir ist in den Jahren, in denen ich Guppys züchte aufgefallen, das Tiere in vernünftig beleuchteten Becken bedeutend streßfreier und gesünder leben.


    Deshalb sollte man da evtl. mal ein paar gut dokumentierte Versuche mit entsprechenden Messungen starten...


    Gruß
    Thorsten

  • Weisse LED haben wohl ein ähnlich breites Spektrum als Leuchtstoffröhren.
    Die erzeugen mittels LED-Technik blaues Licht (einges Spektrum) und das trifft auf Leuchtstoffe, die ein breiteres Spektrum aussenden. (schon Ähnlich wie bei Leuchtstofflampen) Da Pflanzen durchaus auch ans Spektum anpassungsfähig sind (wachsen nicht nur mit speziellen "Pflanzenlampen", meine wachsen bei Osram Lumilux Interna 827) könnte es schon gehen, wenn die Lichtstärke natürlich groß genug ist.


    da müssten wirklich Veruche her.
    Momentan sind die LED im Handel wahrscheinlich zu funzelig. (für Axolotl reichst natürlich immer...)
    Habe leider keine Abdeckungen mit Schraubfassungen und kann deshalb keinen Versuch machen.

  • Es gibt inzwischen zahlreiche Hochleistungs-LEDs, die gut als Aquarienbeleuchtung geeignet sind. Auf der nächsten Interzoo werden wir sicher wieder vieles dazu sehen. Auch Aquarienbeleuchtungen mit LEDs, die funktionieren, gibt es, spektrummäßig sind bei den neuen LEDs keine Nachteile mehr da. Das Problem ist, dass die Hersteller die eigentlich billigen LEDs zu teuer verkaufen. Die "normalen" LEDs, die billig verkauft werden, sind tatsächlich zu leuchtschwach. Wer nicht glaubt, was LEDs leisten können, soll sich mal das Taglicht neuerer Autos anschauen (die Bremsen schon länger, aber wer will rote Aquarienbeleuchtung).


    HH

  • Hallo zusammen,


    früher als als Tagesfahrlicht bei Kfz waren die LED als Scheinwerfer bei Fahrrädern erfolgreich. Und ein Blick in die aktuelle DATZ kann das Halbwissen über die LED gründlich auffrischen, dort wird nämlich berichtet, dass LED ganz hervorragende Ergebnisse erzielt bei niederen Tieren mit Zooxanthellen, warum sollte es dann mit den in der Regel deutlich anspruchsloseren Süßwasserpflanzen nicht klappen? Zudem frage ich mich ernsthaft, was die Bemerkung mit dem UV soll. Dennerle wirbt sogar mit UV-undurchlässiger Folie zur Vorbeugung gegen Algen, das täten sie kaum, wenn dann die Pflanzen kümmerten! Und Abdeckscheiben aus Fensterglas lassen ebenfalls kaum UV-Licht durch.


    Gruß, Klaus

  • Hallo!


    Wie gesagt, ich probiere es bei den Axolotl-Becken mal aus. Entweder die Pflanzen wachsen diesmal oder sie gehen mir wieder ein wie alle anderen davor auch. Die Temperatur spielt ja auch ne Rolle. Wenns nicht klappt hab ich kein Geld vergeudet, ich kann auch ohne Pflanzen bei den Lotls leben und die erst recht.


    Diese Angaben habe ich zu den gekauften LED's:


    # 24V DC
    # Aquaterralight mit 24x SMD Top TT5050 LED in kaltweiß
    # Leistungsaufnahme: 6,0W ±10%
    # Stromverbrauch: 240mA ±10%
    # Farbtemperatur: 5000-7000K
    # Lichtstrom: 275 Lumen ±10%
    # Beleuchtungsstärke: 90 Lux / 1m
    # Abstrahlwinkel: 120°
    # Schutzklasse: IP52


    Mehr steht dort leider nicht zu aber es wurde berichtet, dass unter anderem Riesenvallisnerien, Zwergspeerblatt und die Wasserhaarnixe, Wassernabel, Hornkraut, Mooskugel, Javamoos und Quellmoos wachsen. Es spielen dabei wohl auch noch andere Faktoren eine Rolle aber ich denke so schlecht kanns mit der Beleuchtung nicht sein. Wenn die Pflanzen dann bei uns wieder eingehen dann liegts wahrscheinlich auch mit an meinem alles andere als grünen Daumen. Ich bin gespannt. Beim Guppy-Becken tuns vorerst die Röhren. Wir haben uns 2 x 15W Osram Lumilux 865 besorgt. Müsste eigentlich funktionieren. Die Lichtsache ist ja auch ne Wissenschaft für sich.


    LG Jasmin

  • Zitat von "Klaus"

    Zudem frage ich mich ernsthaft, was die Bemerkung mit dem UV soll. Dennerle wirbt sogar mit UV-undurchlässiger Folie zur Vorbeugung gegen Algen, das täten sie kaum, wenn dann die Pflanzen kümmerten! Und Abdeckscheiben aus Fensterglas lassen ebenfalls kaum UV-Licht durch.


    Meinst Du das jetzt ernst?
    UV Licht ist zum Beispiel notwendig um gewisse Vitamine (Calciferole D2 und D3) bilden zu können. Ich rede nicht von einer Hochleistungsbestrahlung mit UV Licht, also lassen wir mal die schlechten Nebenaspekte (da gibts reichlich) außer Acht. Zur Photosynthese ist rotes und blaues Licht (muss nicht explizit UV sein - da hast Du Recht)auch unerlässlich. Das funktioniert zwar mit anderen Röhren, aber nicht mit LEDs. Da ist die Technik einfach etwas anders, und man muss entweder teure spezielle Produkte kaufen, oder man hat Pech mit Pflanzen. Übriges gilt das auch für Algen (sind ja auch Pflanzen, bis auf wenige Ausnahmen, naja, da scheiden sich auch die Geister...). Diese Folie ist, in meinen Augen, sehr sinnvoll, wenn man damit gutesGeld verdienen kann. ;)


    Einige Hersteller setzen übrigens auch heute noch Röhrentechnologieen ein ,die inden 60/70ern als das non-plus-ultra galten - das ist dann nicht unbedingt empfehlenswert, da es inzwischen bedeutend bessere Technologien gibt...

  • Tageslichtlampen haben eine Farbtemperatur von 6500 Kelvin, damit liegt diese LED sehr gut. Ein Lichtstrom von 275 Lumen wird von einer normalen Kaltlichtleute oder Sparlampe nicht erreicht. Was also sollte gegen diese LED sprechen?
    UV hat im Aquarium keine Bedeutung, da nicht vorhanden. HQI-Leuchten, die einen entsprechenden UV-Anteil haben, müssen eine Schutzscheibe haben. Zudem ist die Eindringtiefe von UV-Licht in Wasser gering. Deswegen kommt es in Aquarien häufiger zu einem Vitamin D-Mangel, etwa nimmt man das bei vielen Halbschnäblern an (Belege dafür gibt es wohl nicht).


    Und nicht nur in der DATZ, sondern auch in "Aquaristik" kann man in meinen Artikeln etwa über LED und seine Tauglichkeit fast alles nachlesen.


    HH

  • HAllo!



    Welche meinst Du? Die dicken Röhren von damals, die ich als Sohn eines bei einem der Hersteller beschäftigten im Kinderzimmer hatte, gibt es doch gar nicht mehr.


    Gruß, Klaus

  • Hallo Klaus!


    Erstmal muss ich ja einen dicken Fehler eingestehen - ich hatte falsche Informationen im Kopf bezüglich des Spektrums einer weißen LED. Das Spektrum der weißen LED ist definitiv anders als die der Farbigen. Durch die Kombinaton der blauen LED (das ist die Basis) mit Floureszenzfarbstoffen erreichen die weißen LEDs tatsächlich ein gutes Spektrum. Ich habe vor einiger Zeit mit weißen und UV LEDs einige Versuche gemacht, und schlechte Resultate ohne UV Anteil erzielt, daher die Behauptung.


    Zum Thema Calciferol bin ich tatsächlich vom Oberflächenbewohner ausgegangen, wie ich inzwischen erfahren habe, auch ein Fehler. Scheinbar hat es etwas mit dem Stoffwechsel der Fische zu tun? Da würde ich gerne mal mehr erfahren zu, und werde wohl mal recherchieren...


    Bei den "Röhren", damit meine ich explizit Einbandenröhren, womöglich noch in "Warmtönen" (gibts von Juwel, JBL, etc.). In der heutigen Zeit gibt es viele gute Dreibanden-Leuchtmittel mit besseren spektralen Eigenschaften und einer längeren Lebensdauer. Viele Röhren sind aber auch identisch mit "Standard"leuchtmitteln. Wer sich da die Mühe macht, und mal vergleicht, wird erstaunt sein. Narva hat da übrigens eine tolle Palette an Möglichkeiten.


    Die UV Folie, naja, wer´s braucht...


    Gruß
    Thorsten


    PS: Wieder was gelernt... ;)

  • Hallo, für Eure Probleme gibts eine ganz einfache Lösung: Aquarium auf die Fensterbank (Sonnenlicht) Kärpflinge rein( z.B. Amecas oder so) fertig. brauchen nicht mal eine Heizung, Zimmertemperatur reicht denen. Goodeiden fressen alle Algen weg....Pflanzen wachsen gut....Geht auch mit H. formosa die wollen sowieso keine hohen Temperaturen (>20°C)......

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