Gambusi holbrooki (?) in/aus Italien

  • Hallo,


    ich wende mich mal an die erfahrenen Fischfänger unter euch: In den Pfingstferien fahren ich in die Nähe des Lago Massaciuccoli, in dem es Gambusen gibt, die als G. holbrooki bezeichnet werden. Ich habe vor, dort auch ein paar dieser Fische zu fangen (Köderfischsenke, Kescher). Die rechtliche Frage ist geklärt, ich darf mit einer Angelerlaubnis, die ich mir kaufen werde, auch Senke und Kescher verwenden. Ich habe vor, EImer und größere Fischbeutel mitzunehmen und, wenn möglich, die Tiere erst am letzten Urlaubstag zu fangen. Ebenso werde ich etwas Wasseraufbereiter mitnehmen und mir vor Ort Transportwasser (zunächst aus dem See und, wenn möglich und wg. Sauberkeit nötig, aus einem kleinen Zulauf) anmischen. Zuhause plane ich dann, die Tiere aufzuteilen: Einen Teil würde ich sofort in den so gut wie fischfreien Gartenteich setzen (der keine Verbindung zu anderen Gewässern hat), einen anderen in 4 vorbereitete Quarantänebecken, in denen ich prophylaktisch Medikamente geben würde (ins Auge gefasst habe ich reihum die Sera med Professional - Palette, wobei ich zwischen den Behandlungen "Erholungsphasen" einlegen würde). Da ich sowas zum ersten Mal vorhabe, meine simple Frage: Ist das so sinnvoll? Hab ich was Wichtiges vergessen? Danke schon mal im Voraus!

  • Hallo Heimo,


    und das Wasser dieser Seen ist total eutrophiert, stinkt im Sommer zum Himmel - Pfingsten vielleicht noch nicht - und ist sehr brackig! Da leben auch Meeresfische!


    Das Eingewöhnen der Fische dürfte problematisch werden. Ich bin zweimal damit - waren allerdings Fische aus einem anderen See - kläglich gescheitert.


    Viel Erfolg!


    Gruß


    Erich

  • Hallo Erich, die Eutrophierung könnte ein Problem werden, das ist mir bewusst. Ich will, wenn ich hinkomme, auch in einem Kanal nach Gambusen suchen, der Wasser vom Serchio, also aus dem Gebirge (kein Marmorabbau!), in den See leitet, dies sollte weniger salzhaltig sein! Ich probier's halt einfach mal aus!


    Hallo Harro, bei Gambusen plane ich, soweit platzmäßig möglich, "Einzeltransport"!


    Danke für Eure Beiträge!

  • Hallo Erich, ja, es gibt sehr viele Infos im Web und - was man nicht so schnell finden kann: Die Personen bei der Provinz Lucca sind sehr freundlich - ich habe mich auf englisch nach der Angellizenz erkundigt und bekam nach 3 Werktagen eine Antwort - zunächst wurde die "lange" Wartezeit entschuldigt und dann wurde mir alles ganz genau erklärt, von den erlaubten Fangmethoden bis hin zu den Orten, an denen die Lizenz erworben werden kann - und das auf deutsch! Ein Biologe, den ich amngeschrieben hatte, war zunächst skeptisch wg. der Gefahr der Faunenverfälschung, als ich ihm genauer beschrieben habe, wo sich mein Teich befindet und wo meine Becken stehen & dass mir aus dem RMD-Kanal die Problematik sehr bewusst ist, hat er mich sehr freundlich unterstützt!


    Habe übrigens geade noch mal gesucht, die Einleitung von Süßwasser aus dem Serchio läuft nicht konstant, aber ich habe aber den Kanal gefunden, in welchen das "Bergwasser" eingeleitet wird und werde dort auch mal "tümpeln". So langsam tut mir meine Frau leid - ich habe bei Streetview gefühlte hunderte Kanäle gefunden, die alle irgendwie interessant aussehen!

  • Hallo, falls es jmd. interessiert: Urlaub ist vorbei, dank der hochsommerlichen Hitze war das Wasser des Lago Massaciuccoli durchaus "geruchsintensiv" und sichtbar braun gefärbt. Gambusen und Cambarellus clarkii habe ich in Massen entdeckt, aber nicht mitgenommen wg. des mir zu suspekt erscheinenden Wassers. Die Sichtweite unter Wasser betrug geschätzte 30 bis 40 cm... Nichts desto trotz schwimmen bei mir nun Gambusen, die ich auch dem Teich eines botanischen Gartens gefischt habe - ein Kescherzug mit einem mittelgroßen Aquarienkescher hat mir rund 25 Fische eingebracht, von denen ich 6 mitgenommen habe. Da der Teich laufend mit Süßwasser versorgt wird, hoffe ich, dass ich die Tiere halten und vermehren kann. Den genauen Fundort kann ich leider nicht nennen - das war die Bedingung, unter der ich (kostenlos, selbst Trinkgeld wurde abgelehnt, aber eine Spende für den Garten gern angenommen) fischen durfte. Man fürchtet scheinbar (und wenn ich die Einträge in manchen italienischen Foren lese, zu Recht), dass sich sonst zu viele Besucher "nur ein paar" Fische holen wollen. Mein Tipp: Wer in die Gegend von Florenz, Pisa etc. kommt, sollte nicht nur in möglichst flachen (Straßen-)Gräben, sondern auch z.B. in den Teichen von besuchbaren Villen oder eben öffentlichen Parks/Gärten suchen! Gerade eben entdeckt: http://en.wikipedia.org/wiki/L…otanical_gardens_in_Italy

  • O.k., wieder ein paar mehr! Dummer- oder interessanterweise haben 4 von 5 w in einer Nacht geworfen, evtl. auch dadurch bedingt, dass fast alle w. während der letzten Urlaubstage bzw. des Transports Junge ge-, aber auch verworfen haben - dadurch könnte die Trächtigkeit synochronisiert worden sein. Andere Alternative (da sie ja alle aus dem selben und überschaubaren Teich kommen): Die Synchronisation erfolgte evtl. auch durch die Witterungsbedingungen zu Beginn der Wurfperiode - ich weiß nicht, wie schnell der Frühling in der Toscana kam und ob evtl. plötzliche Temperatursprünge zu einem mehr oder weniger zeitgleichen Beginn der ersten Trächtigkeit geführt haben. Egal, das 5. w hat dann 2 Tage später geworfen... der Bestand dürfte gesichert sein! Ich hab auch im OAM einen Artikel verfasst...

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